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Bericht vom Schüleraustausch März 2009 (~3,6 MB - Ladezeit etwas länger!)

Beitrittserklärung zum Brückenkreis
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Partnerschaft mit Ishibashi - Japan

Nach Aufzeichnungen und Berichten der Initiatoren der freundschaftlichen Beziehungen zu Professor Dr. Dr. h. c. Ishibashi und der späteren Partnerschaft zur Stadt Ishibashi, wie zum Beispiel Willi Mitze, von 1956-1971 Bürgermeister in Steinbrücken sowie dem ersten Bürgermeister der Großgemeinde Dietzhölztal, 1971-1980, Heinz Hofmann und der Presse wurde dieser Text zusammengestellt.

Die Entwicklung und der Aufbau der partnerschaftlichen Beziehung zwischen Dietzhölztal/Steinbrücken und der japanischen ca. 20.000-Seelen-Stadt lshibashi entwickelte sich vom Ursprung her über den japanischen Med.-Professor lshibashi, Präsident der internationalen medizinischen Gesellschaft Japans und dem seinerzeitigen Steinbrückener Bürgermeister Willi Mitze.

Im Mai 1962 entdeckte Herr Professor Ishibashi aus Tokio, dessen Name ins Deutsche übersetzt "Steinbrücken" bedeutet, die Namensgleichheit mit der kleinen Gemeinde im nördlichen Dillkreis.

Im Juni 1962 erhielt Bürgermeister Mitze einen Brief von den Höchster Farbwerken, zu deren Mitarbeitern Professor lshibashi geschäftliche und freundschaftliche Beziehungen unterhielt und die er beauftragt hatte, den Bürgermeister des Dorfes das seinen Namen trug um ein paar Ansichtskarten zu bitten. Er wollte gerne dieses Dorf, das, wie er sagte, „seinen Namen trug“, kennen lernen.

Bürgermeister Mitze sandte die gewünschten Ansichtskarten und dazu einen Zeitungsausschnitt aus der Dill-Zeitung mit Berichten über die dörfliche Struktur, über die Farbwerke Höchst an den japanischen Wissenschaftler, verbunden mit einer Einladung, bei seinem nächsten Deutschlandaufenthalt den Ort seines Namens aufzusuchen. Der Professor antwortete mit einem Brief vom 21. Juli 1962 an den Herrn Bürgermeister zu Steinbrücken und teilte ihm u. a. mit, dass er Mitte September 1962 in Frankfurt sei und von dort Steinbrücken aufsuchen wolle.

Am Sonntag, den 16. September 1962 kam er dann zu seinem ersten Besuch nach Steinbrücken. Begleitet von einem seiner Söhne und einem befreundeten Höchst-Mitarbeiter traf er pünktlich ein. Der Empfang war herzlich. Bürger säumten die Straße. Bürgermeister Mitze entbot ihm und seinen Begleitern Willkommensgrüße. Eins der anwesenden Schulkinder trug ein Gedicht vor und überreichte Blumen. Vor dem Bürgermeisteramt brachte der Steinbrückener Gesangverein den Gästen ein Ständchen und dann stellte Mitze im Gemeindesaal seine Gemeindevertretung vor. Er überreichte dem Professor eine Buderus Gussplatte sowie ein Bild von der Ortschaft Steinbrücken.

Der prominente Gast revanchierte sich mit einem original japanischen Wandbehang auf dem in schillernden Farben ein „Glücksvogel“ aufgestickt war. Darauf anspielend meinte der Professor, der übrigens fließend deutsch sprach, dass er ein Zugvogel sei und hoffentlich noch sehr oft nach Steinbrücken kommen könne, worauf Mitze schlagfertig antwortete, dass ihm die Steinbrückener dann jederzeit ein schönes Nest bereiten würden. Anhand einer Karte stellte Mitze dem japanischen Gast die Ortschaft Steinbrücken vor. Dann setzte man sich an einen Tisch und plauderte munter drauflos. Er war erst eine Stunde in Steinbrücken und es bestand bereits ein so guter Kontakt, als wenn sich alte Freunde träfen. Professor Ishibashi hatte seinerzeit bereits viele Freunde in Deutschland und er sagte, es seien besonders die beiden „MM“ die er u. a. an den Deutschen liebe. Verschmitzt stellte er klar, dass er nicht den Sekt meine, sondern „Musik und Menschlichkeit!“

Seit dem 2. Weltkrieg weile er nun zum 12. Male in Deutschland. Er sei Präsident der Internationalen Medizinischen Gesellschaft Japan, Vorsitzender der japanisch-deutschen medizinischen Abteilung IMGJ, Direktor der Ernährungsabteilung der landwirtschaftlichen Hochschule in Tokio, Ehrensenator der Universität Freiburg und Ehrendoktor der Gießener Universität. Der Professor sagte, dass zu seinen vielen Freunden in Deutschland jetzt auch die Steinbrückener hinzugekommen seien. Beim Abschied sagte er, dass er fortan nicht mehr nach Deutschland komme, sondern nach Steinbrücken.

Er wolle über seinen Besuch in einer großen Tokioter Zeitung berichten. Sein Sohn, der als Facharzt für innere Krankheiten eine Privatpraxis in Tokio unterhielt, betätigte sich eifrig als Fotograf. Er bannte auch die beiden, mittlerweile entfernten, symbolischen Brückenbögen in der Dorfmitte auf seinen Film. Diese Brückenbögen haben möglicherweise einmal Pate bei der Namensgebung für unseren Ort gestanden zumindest  aber trugen sie dazu bei, dass die Steinbrückener jetzt ihre Beziehungen über weite Ozeane bis in den fernen Osten ausdehnen durften.

Der zweite Besuch erfolgte im Oktober 1963. Dass er sein Versprechen wiederzukommen schnell in die Tat umsetzte, hatte Bürgermeister Mitze nicht zu hoffen gewagt. Der Besuch hatte diesmal mehr privaten Charakter, denn der Professor wollte auch die Familie des Steinbrückener Ortsoberhaupts kennen lernen. Zu diesem Besuch begleitete ihn seine Gattin Wakana Ishibashi, die erstmals in Deutschland weilte, und eine Verwandte der Familie, Shiyu Muraguchi, sowie sein „ständiger Begleiter“ Herr Wölke von den Höchster Farbwerken.

Die Frau des Professors trug einen farbenprächtigen Kimono. Auch sie fühlte sich sichtlich wohl in Steinbrücken. Die Presse schrieb zu diesem Besuch u. a.: „Der Aussenstehende mußte bei der herzlichen Begrüßung den Eindruck gewinnen, daß sich hier „alte Bekannte“ treffen.” Nach dem Austausch der Geschenke ging es ans Erzählen. Neben dem 1. Beigeordneten, Heinz Brömer, hatte sich Dr. Kehler und der Dillenburger Apotheker Storck eingefunden. Nach dem Mittagessen fuhr Bürgermeister Mitze mit seinen Besuchern durchs Dorf, wo die Steinbrücker „ihrem“ Professor überall freudig zuwinkten. Vom Sportplatz am Steinchen stellte Mitze das Dorf vor und obwohl ständig Regen niederprasselte, waren die fernöstlichen Besucher begeistert von den landschaftlichen Reizen Steinbrückens. Professor lshibashi versprach, im nächsten Jahr wiederzukommen. Auf seiner Reiseroute hatte er übrigens auch unseren Bundespräsidenten, Prof. Heuss, an seinem Krankenbett besucht. Professor Ishibashi hielt Wort und kam jährlich nach Steinbrücken um die herzliche Verbindung mit „seinen Steinbrückern” aufrechtzuerhalten.

Der Empfang bei seinen Besuchern erfolgte von Anfang an bei der kleinen Grünfläche am Ortseingang, die sich mittlerweile zu einer schmucken Anlage (lshibashi­ Anlage) entwickelt hatte. Für diese Anlage stiftete der Professor neben steinernen japanischen Leuchten zu seinem 7. Besuch im Jahre 1968 einen Gedächtnisstein aus japanischem Vulkangestein mit der Inschrift: „Es blühen die Veilchen, gleichen Namen tragen ein Mann und ein Dorf.“ Die deutsche Übersetzung dieses Haikugedichts, einer japanischen Gedichtsform aus drei Zeilen mit fünf, sieben und wieder fünf Silben, wurde in eine kleine Metallplatte eingraviert. Verfasser ist der japanische Dichter und Träger des Akademiepreises Shūōshi Mizuhara. Der Dreizeiler entstand im Auftrag des mit dem Dichter befreundeten Professors. Er weist daraufhin, dass der Name des Stifters die gleiche Bedeutung hat, wie der Name unserer Gemeinde. Bürgermeister Mitze machte in der Feierstunde, an der neben zahlreichen Bürgern auch die Bürgermeister der Nach­bargemeinden, Schlemper (Eibelshausen), Busch (Hirzenhain), Donges (Ewersbach), Seibel (Mandeln), Vogt (Manderbach) und als Vertreter des Landratsamtes Oberinspektor Pfannekuch teilnahm, auf die Bedeutung dieser deutsch-japanischen Freundschaft aufmerksam. Diese Freundschaft würde sich von Jahr zu Jahr in Steinbrücken aufs Neue bestätigen. Zu einem weiteren Höhepunkt dieses Besuchs wurde der Austausch von Geschenken sowie die Ernennung des Professors zum Ehrenmitglied des Heimat- und Verkehrsvereins bei einem Essen in der Gastwirtschaft Schwedes.

Die Besuche des Professors in Steinbrücken und die Pflege der deutsch-japanischen Beziehung wiederholten sich Jahr für Jahr. Die freundschaftliche Beziehung war schließlich derartig gefestigt, dass nach der Fusion der Dietzhölzgemeinden des oberen Dietzhölztales im Jahre 1971 zur Großgemeinde Dietzhölztal auch Bürgermeister Heinz Hofmann als erster Bürgermeister dieser Großgemeinde sich verantwortlich sah, die von Exbürgermeister Mitze und seinen Gemeinderäten in 10 Jahren aufgebaute deutsch-japanische Freundschaft, seinerzeit in Hessen einmalig und in der Bundesrepublik wohl seltene Beziehung, würdig aufrecht zu erhalten und auch weiter auszubauen.

Im April 1973 starteten Hofmann und Mitze zu einem ersten Besuch beim Professor in Tokio. Der Professor feierte seinen 80. Geburtstag und hatte beide dazu eingeladen. Bei dieser Gelegenheit belohnten sie im Auftrag der Gemeindevertretung der Großgemeinde Dietzhölztal die langjährige Verbindung und Treue zum Ortsteil Steinbrücken mit der Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Gemeinde Dietzhölztal.

Die Bundesrepublik hatte seine Verdienste auf dem Gebiet der Medizin gewürdigt und ihm zum 80. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Als weiterer Höhepunkt für die beiden Besucher war der, vom Professor in die Wege geleitete, Empfang in der japanischen Stadt „Ishibashi“ (Steinbrücken), tags nach seinem Geburtstag, zu sehen. Mit 26 Teilnehmern, unter diesen Professor lshibashi und der Kulturattache der deutschen Botschaft in Japan, Dr. Schäfer, wurde die Fahrt in die ca. 100 km nördlich von Tokio gelegene Stadt „Ishibashi“ angetreten. Der Bürgermeister der Stadt, Herr Wakamatsu, war der Reisegruppe etwa 10 km entgegen gefahren. Am Rathaus in Ishibashi erfolgte die erste Begrüßung. Angestellte, Damen der Stadtverwaltung, überreichten Blumen und einige hundert Bürger nahmen am Empfang teil. Böllerschüsse kündigten der Bevölkerung das Eintreffen der Gäste aus dem fernen Deutschland an. Ein Begrüßungstrunk - Tee - wurde gereicht und die Besichtigung der Verwaltung schloss sich an. Im Sitzungssaal erfolgte die öffentliche Begrüßung durch das Stadtpar­lament. Geschenke wurden ausgetauscht und nach einer Baumpflanzung im Garten des Rathauses ging die Fahrt weiter zur Schule. (Übrigens tauschten die Schulkinder beider Orte 10 Jahre lang Zeichnungen aus, die die Schulräume schmückten.)

Etwa 2000 Kinder mit ihrer 80-köpfigen Schulkapelle, der Schulhof war mit Fahnen und Girlanden geschmückt, waren zum Empfang angetreten und spielten auf. Erneut fanden Begrüßungsreden statt, in welche sich auch Professor lshibashi und Dr. Schäfer einschalteten. Blumenniederlegungen am Stein des Professors, dem Gegenstück zu dem vom Professor gestifteten Gedenkstein in Steinbrücken, erfolgten und die Gäste wurden auch hier zu einer Baumpflanzung im Schulhof gebeten. Die Begrüßung fand ihren Höhepunkt, als sich auch Schulkinder mit eigenen Gedichten vorstellten.

“Alle Reiseteilnehmer spürten die Herzlichkeit der Worte und die innere Bereitschaft, das Begonnene auszubauen und den Beginn einer Freundschaft fortzusetzen”, so drückte Bürgermeister Hofmann seine Reiseerinnerungen später aus.

Die Bezirkspolizeikapelle spielte die Nationalhymnen beider Länder und nochmals wurden Begrüßungsworte des Bürgermeisters Wakamatsu entgegengenommen. Ein Imbiss wurde gereicht und einigen hundert Menschen die Hände geschüttelt. Die Einladung zu einem Gegenbesuch in Deutschland und der Abschluss ei­ner Partnerschaft in allernächster Zukunft wurde mit großem Beifall aufgenommen. Bereits im Jahre 1974 erfolgte dann der Gegenbesuch einer Delegation aus Ishibashi, der Abschluss der Partnerschaft zwischen Dietzhölztal und der Stadt lshibashi kam dann am 25. April 1975 zustande. Die Worte des Professors sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Menschen in Steinbrücken und in lshibashi tragen diese Worte in ihrem Herzen: „Menschlichkeit.“

Professor Ishibashi kam insgesamt mehr als zwanzig mal nach Steinbrücken. Anlässlich seines 20. Besuchs im Jahre 1981 sagte er scherzhaft zu Bürgermeister Dreißigacker für den das damals noch Neuland war: „Wenn ich wollte könnte ich Ihnen Dietzhölztal zeigen.“ Der Hauptpunkt dieses Besuches, an dem auch der Vizebürgermeister der Stadt Ishibashi, Herr Kashiwazaki, teilnahm, war ein Gang zu den Gräbern der beiden ehemaligen Bürgermeister Willi Mitze und Heinz Hofmann, die beide im Jahre 1980 verstorben waren.

Weitere Daten und Ereignisse zur Partnerschaft zwischen den Orten Ishibashi und Dietzhölztal- Steinbrücken

Im August 1978 besuchte der Männergesangverein „Eintracht” aus Ewersbach die Partnerstadt in Japan. Er trat mit Gesangsdarbietungen dort auf.
 

29 japanische Gäste besuchten 1979 Dietzhölztal. In der Ishibashi-Anlage in Steinbrücken wurde ein Gedichtstein aufgestellt mit der Inschrift: 

„Harukaze ya nani musuhareshi machi to mura” 

Dies lautet übersetzt „Im Hauch des Frühlings verknüpft durch der Namen Band - Städtelein und Dorf“ 

Eine Kindermusikgruppe weilte 1980 in Japan; im gleichen Jahr besuchte Prof. Ishibashi mit 10 Personen unseren Ort. 

Bürgermeister Dreißigacker und sein Stellvertreter Fix besuchten im Oktober 1982 die Stadt Ishibashi. 

Ein Verein zur Förderung völkerverbindender Städtepartnerschaften („Deutsch-japanischer Brückenkreis”) mit Sitz in Dietzhölztal wurde 1984 gegründet. 

Im September 1985 fand eine Feier „10 Jahre Partnerschaft” statt. 

Fünf Delegierte der Stadtverwaltung Ishibashi waren im Juli 1988 zu Gast in Dietzhölztal. Gleichzeitig fand eine Bilderausstellung japanischer Kinder in der Jung-Stilling-Schule Ewersbach statt. 

Im September 1990 verstarb Prof. Ishibashi im Alter von 98 Jahren. Eine Gruppe von 3  Personen war aus diesem Anlass zu einem Kondolenzbesuch in Japan.

Vom 17. – 21. August 1996 weilte eine Schülergruppe aus Ishibashi mit Bürgermeister Kashiwazaki (insgesamt 23 Personen) in Dietzhölztal. Die Unterbringung erfolgte bei Gastfamilien in der Gemeinde, die sich auch am Veranstaltungsprogramm beteiligen konnten. Dieses sah eine Stadtführung in Köln, mit Besichtigung des Kölner Doms und eine Rheinschifffahrt vor. Auch eine Stadtführung durch Marburg mit anschließendem Stadtbummel und ein abendliches Kegelturnier wurden durchgeführt. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus Ewersbach wurden unsere Gäste wieder nach Japan verabschiedet. 

Die Eheleute Dreißigacker, Fix und Groos waren vom 1. - 7. November 1996 zur Eröffnungsfeier des Grimmhauses nach Ishibashi geladen. 

In der Zeit der Kirschblüte war vom 1. - 8. April 1997 eine Schülergruppe aus Dietzhölztal zu Gast in Japan. Auf eine Ausschreibung des Brückenkreises hatten sich 60 Jugendliche gemeldet, so dass die Teilnehmer im Losverfahren ermittelt werden mussten. So machten sich schließlich 12 Jugendliche der Jahrgänge 1978 - 1982 zusammen mit 3 Begleitpersonen auf den langen Weg nach Ishibashi. Es war die erste Jugendgruppe, die unserer japanischen Partnerstadt einen Besuch abstattete.

Auch hier erfolgte die Unterbringung in Gastfamilien, wodurch ein Einblick in Kultur und Alltag japanischer Bürger möglich war. Das Reiseprogramm hatte die Stadtverwaltung Ishibashi vorbereitet. Am Anfang stand ein offizieller Empfang im Rathaus, bei dem die Gäste durch Bürgermeister Kashiwazaki begrüßt wurden. Der Besuch eines Teehauses mit traditioneller Teezeremonie vermochte alle Teilnehmer zu beeindrucken. Auch die Besichtigung einer Mittelschule mit Judounterricht stand auf dem Programm. Ausflüge führten unter anderem nach Tokio, Utsunomiya, in den Nationalpark Nikko und zum Berg Fuji. Zu Ehren der Gruppe wurde nach japanischer Tradition auch ein Kirschbaum gepflanzt. Doch auch die Dietzhölztaler trugen zur Gestaltung des Programms bei, indem sie deutsches Liedgut vortrugen und das Märchen "Schneewittchen" aufführten.
Die Eindrücke und Erlebnisse müssen überwältigend gewesen sein. Die allgemeine Aussage lautete: "Es war unbeschreiblich schön!" Und so flossen beim Abschied auf beiden Seiten Tränen. Durch den Besuch wurde der Grundstein für die Jugendarbeit der Partnerschaft Ishibashi/Dietzhölztal-Steinbrücken gelegt. Die Freundschaft der Partnerstädte wurde vertieft und der Freundeskreis erweitert.

Ferner war im Oktober des gleichen Jahres eine Delegation aus der Präfektur Tochigi (Dienstreise zum Thema „Pflegedienst“) hier anwesend. 

1999 weilte eine kleine Abordnung von 9 Personen sowie eine Schülergruppe hier im Dietzhölztal. 

Anlässlich der 25-jährigen Partnerschaft - eingebunden in die 1200-Jahr-Feier Mandeln - waren 30 Personen im August 2000 zu Gast in Dietzhölztal. 

Im September des gleichen Jahres wurde die Pagode am Hammerweiher eingeweiht, die ein Geschenk des ehemaligen Bürgermeisters von Ishibashi, Herrn Kashiwazaki, war. An der Feier am 23.9.2000 nahmen ca. 80 Personen teil.

Vom 22. - 27.04.2002 war eine 35-köpfige Delegation aus Dietzhölztal in Ishibashi. Im August des gleichen Jahres stattete eine Gruppe von 16 Schülern und 6 Erwachsenen Dietzhölztal einen Besuch ab. Am 27. Oktober 2002 wurde Herr Katsuya Arai in sein Amt als Bürgermeister, das er 1998 angetreten hatte, mit großer Mehrheit wieder gewählt.

Zum Gegenbesuch war eine Dietzhölztaler Schülergruppe vom 02. - 09. April 2003 in Japan. 

24 Personen aus Ishibashi weilten vom 25. - 28. September 2004 in Dietzhölztal. 

Vom 22. - 28. April 2005 waren 35 Personen wiederum als Gast in Japan, um der 30-jährigen Partnerschaft zu gedenken. Eine Ausstellung, die die Geschichte der Partnerschaft erzählt und die 30-Jahrfeier im Grimmhaus mit annähernd 200 Gästen wurden zu wichtigen Pfeilern der Städtepartnerschaft, die einen weiteren Höhepunkt am 19. August 2005 im Dorfgemeinschaftshaus Ewersbach fand. Zu dieser Zeit (17. - 23. August ) war eine Schülergruppe aus der Stadt Ishibashi in Dietzhölztal anwesend. 

Der Schüleraustausch wurde im Jahr 2006 fortgesetzt. Vom 22. – 29. März war eine Dietzhölztaler Jugendgruppe bereits in der neu entstandenen Stadt Shimotsuke-shi anwesend.

Aufgrund vielerorts stattfindenden Gebietsreformen wurde eine Zusammenlegung von 3 Kleinstädten (Kokubunji-machi, Minamikawachi-machi und Ishibashi-machi) entschieden, wobei gleichzeitig auch die Weiterführung der Städtepartnerschaft - nun zwischen Dietzhölztal-Steinbrücken und Shimotsuke-shi - beschlossen wurde. Am 10.01.2006 fand die Städtefusion statt und vom 13.02.2006 bis zum 27. Juni diesen Jahres übernahm Takashi Oogaki das Amt des Bürgermeisters. Sein Nachfolger ist seit dem 7. August Herr Bürgermeister Toshio Hirose. Die Internationale Gesellschaft Ishibashi, die seit 1992 bestand, wurde Ende März aufgelöst und zum 1. April die Internationale Gesellschaft Shimotsuke-shi gegründet.

Die letzte Begegnung der beiden Städte fand im August 2008 statt, als die erste offizielle Delegation der neuen Stadt Shimotsuke nach Dietzhölztal reiste. 30 Mittelschüler aus den 4 Mittelschulen der Partnerstadt und 7 Begleitpersonen wohnten bei Gastfamilien und trugen somit wieder ein Stück mehr zur Zukunft der Partnerstadt bei.
Eine Neuerung war, dass erstmals auch Schüler aus unserer Nachbargemeinde Eschenburg an dem Jugendaustausch teilgenommen haben.
Auf dem Programm standen unter anderem: Sportvormittag mit Minigolf und Völkerball, Einweihung der neuen Ishibashi-Anlage, ausgiebiger Besuch an der Holderberg-Schule, offizielle Willkommensfeier mit 200 Gästen, Besichtigung Burg Greifenstein und Glockenmuseum, Rheinfahrt, Besichtigung der Marksburg usw
Während des diesjährigen Schüleraustausches wurde auch auf offizieller Seite die Fortführung und Vertiefung der Städtepartnerschaft bestätigt. Bürgermeister Aurand auf deutscher und Schulrat Koguchi auf japanischer Seite stimmten einer Weiterführung unter neuem Namen zu und besiegelten dies zunächst per Handschlag.
Im März 2009 findet der Gegenbesuch der deutschen Schüler nach Shimotsuke, Japan statt.

Außerdem gibt es seit 1995 die Stelle des Koordinators für Internationale Beziehungen (CIR), welche fast durchgängig von deutschen Japanologen besetzt wurde und ist. Der CIR ist verantwortlich für Deutschkurse, Schulbesuche und vielem mehr und kümmert sich vor allem um die Städtepartnerschaft auf japanischer Seite.
 
Kontakt:
URL: http://www.city.shimotsuke.lg.jp 
e-Mail: 50141@city.shimotsuke.lg.jp                 

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