Familien verlegen Sonntagsspaziergang auf´s Maarde

Viele Aktionen und kulinarische Leckerbissen für Jung und Alt

DIETZHÖLZTAL-EWERSBACH Trotz der kalten Temperaturen zog es viele Dietzhölztaler und Besucher aus umliegenden Orten auf den Herbstmarkt. Zu Marktbeginn am Samstagnachmittag kamen die ersten Besucher, vor allem Kinder und Jugendliche nutzten die Fahrgeschäfte. Für eine "volle Hütte" sorgte dann am Abend die Coverband EVE mit einem erneuten "Heimspiel" im Festzelt. Seit 25 Jahren stehen die Musiker aus dem heimischen Raum jetzt schon – in wechselnden Besetzungen – auf der Bühne und kommen, wie sie selbst sagen, "immer wieder sehr gerne" ins Dietzhölztal. Bei fast winterlichen Außentemperaturen mussten sich die Rockmusiker während ihres rund vierstündigen Auftritts ganz schön ins Zeug legen, bis die Fans sich "warmgetanzt" hatten. Mit deutschen und internationalen Coversongs aus den letzten drei Jahrzehnten sind sie aber immer ein Stimmungsgarant und verabschiedeten sich erst um 1 Uhr, nach den geforderten Zugaben, von der Bühne.

                  

Gut besuchter ökumenischer Marktgottesdienst im Zelt
Es ist schon eine Tradition, dass der Marktsonntag mit einem ökumenischen Marktgottesdienst im gut geheizten Zelt beginnt. Auch in diesem Jahr waren schnell alle Plätze komplett besetzt. Zu Thema "Puzzle" predigten die drei christlichen Kirchen (katholisch, evangelisch, frei evangelisch): "Wir sind alle verschieden, wie Puzzleteile. Dadurch ergeben wir zusammen ein großes Ganzes. Genauso, wie jedes einzelne Puzzleteil zusammengesetzt ein Bild ergibt." Mit der musikalischen Unterstützung der vereinten Dietzhölztaler Posaunenchöre wurde der ökumenische Gottesdienst gefeiert. Großen Applaus gab es für den Auftritt des Gospelchors unter Leitung von Dietmar Hess. Bürgermeister Andreas Thomas freute sich, dass es in Dietzhölztal eine gute Zusammenarbeit der christlichen Kirchen und der Vereine gibt: "Es reicht meist ein Anruf oder eine E-Mail, dann läuft es einfach!"

 

 

 

 

 

 

 

Kulinarische Vielfalt
Nach dem Gottesdienst bleibt bei den meisten Besuchern zu Hause die Küche kalt und es werden gerne die vielen Imbissangebote der Vereine und Markthändler genutzt. Mit "Schichtfleisch" aus dem Dutch Oven" lockte der TV Ewersbach, beim Ski-Club brutzelten Champignons mit Zwiebeln in der großen Pfanne und die Allendorfer Traktorfreunde hatten "standesgemäß"eine alte Sämaschine zu eine großen Holzkohlegrill für Bratwürstchen umgebaut. Bei den Boccia Freunden gab es einen französischen Käseteller und passend dazu Cidre. Das traditionelle Marktcafé im Evangelischen Gemeindehaus erfreute sich wieder großen Andrangs.  Gegen Nachmittag boten die Landfrauen selbst gebackenen Kuchen und Kaffee im Zelt an und beim VdK Ortsverband Ewersbach wurden frische Waffeln gebacken. Dazu trat der Chor "aCHORd dietzhölztal" auf und verschiedene Musikklassen der Holderberg-schule zeigten, was sie musikalisch alles gelernt haben. Schnell war das Festzelt wieder bis auf den letzten Platz gefüllt und die Schülerinnen und Schüler begeisterten mit ihrem Programm.

                  

Markbummel von Jung und Alt
Mit einer bunten Mischung von Attraktionen und Aktionen für alle Altersklassen und einer über 500 jährigen Geschichte lockt das "Ewersbacher Maarde" vor allem Familien. Es gibt auch noch die traditionellen Marktstände mit Waren des täglichen Bedarfs, Putzmittel, Haushaltswaren, Bürsten, Nähbedarf, Mützen, Socken, … über Süßigkeiten bis hin zu Gewürzen. "Wir freuen uns jedes Jahr auf den Marktbummel, denn hier bekommen wir hervorragende Socken in großer Auswahl und dass sogar fast direkt vor unserer Haustüre", freute sich ein älteres Ehepaar im Plausch mit einem Markthändler. "Leider sind aber nicht mehr so viele Stände da, wie früher. Da war die Auswahl noch größer!", resümierten sie noch.

                  

Alte Schätzchen bestaunen
Gerne kommen auch die Traktorfreunde aus Allendorf mit ihren historischen Traktoren und Landmaschinen nach Ewersbach. Mittlerweile zeigten sie schon zum fünften Mal ihre alten Schätzchen und führten diese auch vor. So mussten sie erst einmal mit viel Muskelkraft ein altes Fahrzeug, das als mobiles Sägewerk diente anwerfen, bevor sie aus Fichtenbaumscheiben schöne Sterne aussägen konnten. Mehr oder weniger viele Jahre hatten auch die rund ein Dutzend Young- und Oldtimer "auf dem Buckel", die so manchen Automobilfan zum Schwärmen brachten. Oldtimersammler Michael Schmidt aus Ewersbach hatte dies organisiert. 

 

 

 

 

 

 

 

"Rummel" für die Kinder und Jugendlichen
Mit der Kindereisenbahn, dem Autoscooter und – als ganz neue Idee – einem "Baggerführerschein" kamen nicht nur die jungen Besucher auf ihre Kosten. Bau-Service Becker hatte drei verschiedene große Bagger mitgebracht und hier konnten Kinder unter fachkundiger Anleitung die Baumschinen selbst bedienen und einen "Baggerführerschein" machen. "Ich glaube, so mancher Vater war richtig neidisch auf seinen Nachwuchs der mit dem großen Bagger spielen durfte", stellte Thomas Becker fest. Einmal selbst fahren, das war für die Kleinen auf den naturgetreuen Miniaturnachbauten historischer Traktoren mit echten Dieselmotoren bei Otto Prior möglich.

Kreativmarkt lockte ins "Kapellchen"
Eng und gemütlich ging es auch wieder beim Kreativmarkt in der historischen Johanneskapelle zu. Die "Kreativen" – überwiegend aus dem Dietzhölztal – hatte viele schöne Dekoartikel, Karten, Bildern, Kissen, … mitbracht. Es gab allerlei handwerkliche Kunst, meist aus eigener Herstellung, zu bestaunen und bei Gefallen auch zu kaufen. Zwischenzeitlich gab es fast kein Durchkommen mehr in dem alten Gemäuer, so beliebt ist das Angebot schon seit einigen Jahren.

                  

Bürgermeister Andreas Thomas bedankt sich bei den Rathaus- und Bauhofmitarbeitern
"Ohne unser gutes Team wäre der Herbstmarkt gar nicht mehr durchführbar. Ich bin stolz auf dass, was die Mitarbeiter, Vereine und Gruppen hier auf die Beine gestellt haben!", lobte der Rathauschef. "Alle Mitwirkenden haben wieder ein attraktives und abwechslungsreiches Programm in unsere Gemeinde geholt!"

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