Offener Bücherschrank in Dietzhölztal

Dietzhölztal-Ewersbach. Der Ewersbacher Bürger Prof. Dr. Friedhelm Loh hatte gegenüber Bürgermeister Andreas Thomas im letzten Jahr die Idee eines „Offenen Bücherschranks“ in einer umgebauten Telefonzelle geäußert. Im Juni hatten sich Gemeindevorstand und die Gremien der Gemeinde für eine Realisierung ausgesprochen. Fast ein Jahr dauerte es allerdings, bis die bei einem großen Telekommunikationsanbieter bestellte ausrangierte Telefonzelle abgeholt werden konnte. Bauhofleiter Matthias Reuschel sorgte mit Burkhard Weil und Guido Zimmermann vom Bauhof für die Aufstellung und Umgestaltung der Telefonzelle. Thomas Braun war für ein örtliches Werbeunternehmen für die Beschriftung des offenen Bücherschranks zuständig. Die Erstausstattung aus Beständen der Gemeindebücherei haben Ruth Haubeck und Karin Frieß vorgenommen.

In vielen Kommunen werden ausrangierte Telefonzellen aufgestellt und vor Ort als öffentlich zugängliche, kostenfrei nutzbare „Mini-Bücherei“ ausgestattet. Der stark frequentierte Standort in Ewersbach vor dem Rathaus und der „Jung-Stilling-Schule“ ist für eine Nutzung durch Passanten, aber auch Grundschüler bestens geeignet. Jeder darf sich dort bedienen. Wer ein Buch herausnimmt, darf es behalten. Er kann es aber auch nach der Lektüre zurückstellen. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Bücher einzustellen und damit zu verschenken. Die Büchereifachkräfte Haubeck und Frieß sorgen dafür, dass der Bücherschrank geordnet aussieht und nur Literatur angeboten wird, die rechtlich und moralisch zum Angebot passt.



Andreas Thomas: „Neben der hervorragend ausgestatteten Gemeindebücherei soll mit diesem ergänzenden Angebot zum Lesen animiert werden. Die kostenfreien Exemplare des offenen Bücherschranks sind ein willkommener Anreiz, wieder mehr Bücher in die Hand zu nehmen; Kinder- und Jugendliteratur soll insbesondere junge Leute für eine Nutzung ansprechen.“

Fotos: Jürgen Reichel

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