Chöre und Orchester begeisterten über 200 Gäste im Dietzhölztal
Unterhaltsamer musikalischer Abend im Rudolf-Loh-Center
DIETZHÖLZTAL-RITTERSHAUSEN Es war ein kleines Jubiläum und gleichzeitig eine Premiere, die 15. Auflage "Dietzhölztaler Chöre singen und musizieren" fand das erste Mal im Rudolf-Loh-Center in Ritterhausen statt. Damit hat die Gemeinde Dietzhölztal als Veranstalter den Wunsch vieler Mitwirkenden und Gäste nach einem barrierefreien Veranstaltungsort umgesetzt, der auch zugleich wetterfest ist. Dank der neuen hochwertigen Musik- und Verstärkeranlage, die ganz neu angeschafft wurde, sind jetzt auch die technischen Voraussetzungen hervorragend. Acht musikalische Gruppen, überwiegend aus dem Dietzhölztal, hatten extra für diesen Auftritt moderne aber auch traditionelle Stücke einstudiert.
"Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit"
Dietzhölztals Bürgermeister Andreas Thomas begrüßte in einer kurzen Ansprache die Chöre und Orchester sowie die vielen Musikliebhaber und wünschte unterhaltsame Stunden unter dem Motto: "Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit", einem Zitat des amerikanischen Dichters Henry Wadsworth Longfellow. Anschließend übergab er den Abend in die Hände von Ulrich Lehmann, der - wie schon bei den letzten fünf Veranstaltungen dieser Art - unterhaltsam und informativ moderierte. Gekonnt und pointenreich erklärte zuerst ganz theoretisch was Musik überhaupt ist. Wechselte dann aber ganz schnell zur "schöneren Praxis" und übergab an die vereinigten Posaunenchöre aus dem Dietzhölztal die unter der Leitung von Christof Schwedes mit drei Gospelstücken "Michael row the boat ashore", "Swing low sweet chariot" und "Just a closer walk" auf einen kurzweiligen Abend einstimmten. Als nächstes stellte er die GV Eintracht (Ewersbach) und der Gemischten Chor Gönnern vor, die zusammen unter der Leitung von Hildegard Grebe sowie Karl Friedrich Paul auftraten. Bei ihren beiden Liedern "Küss mich, halt mich, lieb mich" und "Träume im Wind" stand die Liebe im Vordergrund. Weiter ging es mit Sängerinnen und Sängern vom MGV Liederkranz Steinbrücken. Chorleiter Manfred Henne hatte sich für den Abend der maritimen Welt verschrieben und drei Stücke der Seeleute einstudiert: "Schön war die gute alte Zeit", "Ein Ring mit zwei blutroten Steinen" und "Denn Sie fahren hinaus auf das Meer". Danach standen instrumentale Stücke auf dem Programm und Moderator Ulrich Lehmann erklärte kurz und prägnant die Bedeutung des Wortes Orchester und stellte die nächsten Akteure, das Orchester der Margarethenkirche (Ewersbach) unter der Leitung von Günter Emde vor. Monumental spielten sie die Filmmusik "Games of Thrones", gefolgt von Georg Gershwins Welthit "Summertime" und "Fascinating Rythm". Danach hatte sich das Publikum eine Pause vom vielen Klatschen verdient, denn mit Applaus wurde nicht gespart. Die Landfrauen sorgten mit einem kleinen Imbiss und kalten Getränken für eine gute Stärkung, denn der Höhepunkt des Abends stand noch bevor.
Meisterchor MGV Oberdresselndorf bot Musik auf höchstem Niveau
Den zweiten Teil eröffnete der MGV Heimatliebe (Ewersbach), ebenfalls unter unter Leitung von Manfred Henne. Hier war der Name Programm, denn es ging um die Sehnsucht nach der eigenen Heimat. "Der Schlager `Heimweh, so schön war die Zeit` von Freddy Quinn beschreibt dieses Gefühl doch sehr eindringlich und hat es deshalb bis zum Ohrwurm geschafft, den Alt und Jung gemeinsam singen", erläuterte Moderator Lehmann. Als weiteres Lied stand "One way wind" auf dem Notenzettel. Eine weitere beliebte "musikalische Richtung" ist die Kirchenmusik, hierauf hat sich die Kantorei der Margarethenkirche spezialisiert und die beiden kirchenmusikalischen Werke "Lobe, lobe den Herrn" (nach Psalm 103) und "Die Gott lieben werden sein sein wie die Sonnen" mitgebracht. Dank der guten persönlichen Kontakte in seine alte Heimat konnte Bürgermeister Andreas Thomas den bekannten Meisterchor MGV Oberdresselndorf gewinnen. Dieser Auftritt war auch gleichzeitig der absolute Höhepunkt des Abends. Mit deutschen wie internationalen Liedern, dargeboten in Perfektion, wussten sie unter Leitung von Matthias Fischer zu überzeugen und zu begeistern. Nach dem kirchenmusikalischen "Hit" von Leonhard Cohnen "Halleluja" ging die musikalische Reise nach Schweden mit dem Volkslied "I Bröllopsgarden", zu deutsch "Hochzeitsgarten" und dann weiter nach Italien mit "Signore delle Cime" (Herrliche Berge). Am Ende waren die Sänger wieder in Deutschland mit "Mein Mädchen" angekommen.
Großes Dankeschön an alle Beteiligten
Zum Abschluss des Abends waren dann alle gefordert, denn "Kein schöner Land" wurde volkstümlich von allen Chören und den Gästen angestimmt und Moderator Lehmann danke den Akteuren, Beteiligten und ganz besonders den Helfern vom Bauhof, der Gemeindeverwaltung sowie Bürgermeister Andreas Thomas, für die geleistete Arbeit und den schönen Abend. Aber natürlich auch dem fachkundigen Publikum für den vielen Applaus.
Neue Musikanlage und Rudolf-Loh-Center bestens geeignet
Sowohl der neue Veranstaltungsort wie auch die neue Musik- und Verstärkeranlage haben ihre "Feuertaufe" bestanden. "Die neue Anlage verfeinert das Klangbild, so kommen selbst kleine Chöre mit z. B. nur zwei Bass-Stimmen hervorragend zur Geltung", lobte Chorleiter Manfred Henne und sprach gleichzeitig ein Dankeschön an Pascal Speck aus, der bis kurz vor dem Konzert noch letzte Aufbauarbeiten ausführte und während des gesamten Abends feinfühlig die exakte Aussteuerung übernommen hat.
Bild und Text: Jürgen Reichel

 

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