Hinweise zur Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen

Gemäß der Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen vom 17.03.1975, dürfen die dort genannten pflanzlichen Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen beseitigt werden.

Diese Beseitigung erfolgt im Rahmen der Nutzung des Grundstückes auf dem sie anfallen in der Regel durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Einbringen in den Boden oder Kompostierung.

I.Verbrennen landwirtschaftlicher und gärtnerischer Abfälle

Soweit sie dem Boden aus landbautechnischen Gründen oder wegen ihrer Beschaffenheit nicht zugeführt werden können, können pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen,

- außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile

- auf dem Grundstück, auf dem sie angefallen sind,

verbrannt werden.

Dabei sind folgende Anforderungen zu beachten und streng einzuhalten:

1.Die angefallenen pflanzlichen Abfälle dürfen nur unter ständiger Aufsicht von einer zuverlässigen Person bei trockenem Wetter

verbrannt werden.

2.Die Abfälle müssen so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen.

3.Zum Entfachen des Feuers dürfen keine zusätzlichen Stoffe verwendet werden, die eine Personengefährdung herbeiführen können oder zu starker Rauch- oder Geruchsbelästigung führen.

4.Das Abbrennen ist so zu steuern, dass das Feuer unter ständiger Kontrolle gehalten wird; dabei ist möglichst gegen den Wind zu verbrennen. Bei aufkommendem starkem Wind oder wenn durch starke Rauchentwicklung eine Verkehrsbehinderung oder eine erhebliche Belästigung der Allgemeinheit eintritt, ist das Feuer zu löschen.

5.Vor Verlassen der Abbrandstelle ist durch die Aufsichtsperson sicherzustellen, dass Feuer und Glut erloschen sind. Die Verbrennungsrückstände sind unverzüglich in den Boden einzuarbeiten.

6.Bei Festlegung der Abbrandstelle sind folgende Mindestabstände einzuhalten:

7.Wenn innerhalb der vorgenannten Mindestabstände brennbare Gegenstände oder Pflanzen vorhanden sind, ist ein Sicherheitsstreifen von 5 m Breite durch Umpflügen oder Fräsen anzulegen, damit ein Übergreifen des Feuers vermieden wird.

8.Beim Verbrennen von Stroh auf abgeernteten Getreidefeldern gilt außerdem folgendes:

II.Verbrennen forstlicher Abfälle

Pflanzliche Abfälle, die bei der Bewirtschaftung des Waldes anfallen, z.B. Schlagabraum, Rinde und dgl. dürfen

im Wald verbrannt werden, soweit dies auf forstwirtschaftlichen Gründen erforderlich ist.

Zur Zeit erhöhter Waldbrandgefahr ist das Abbrennen unzulässig.

Die Abfälle sollen zur Verbrennung soweit möglich an Stellen, an denen keine Waldbrandgefahr besteht zu Wällen oder Haufen zusammengefasst werden.

Der Verbrennungsvorgang ist so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrollen gehalten werden kann.

Es ist sicherzustellen, dass durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderung, kein gefahrenbringender Funkenflug und keine erhebliche Belästigung der Allgemeinheit entstehen.

Die Feuerstellen sind rechtzeitig vor Arbeitsschluss mit einem Wundstreifen zu umgeben und mit Erde abzudecken oder mit Wasser zu löschen.

Die oben genannten Abstandsvorschriften gelten entsprechend.

III.Anzeigepflicht

Das Verbrennen von Stroh auf abgeernteten Getreidefeldern und das Verbrennen von nicht nur unbedeutenden Mengen sonstiger pflanzlicher Abfälle ist der örtlichen Ordnungsbehörde mindestens zwei Werktage vor Beginn anzuzeigen.

Die Anzeige muss enthalten:

Die örtlichen Ordnungsbehörde kann zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderliche Anordnungen treffen, insbesondere hinsichtlich der Aufsicht und der Bereitstellung von Feuerlöschgeräten.

Anzeigen über Zweckfeuer, werden durch die Gemeindeverwaltung an die Zentrale Leitstelle des Lahn-Dill-Kreises und die örtliche Feuerwehr weitergeleitet.

Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen Schutzvorschriften und sonstigeBestimmungen der Verordnung sowie auf ihrer Grundlage ergehende Anordnungen verstößt.

Des weiteren wird darauf hingewiesen, dass Einsätze der Feuerwehren, die auf das Verbrennen pflanzlicher Abfälle zurückzuführen sind, kostenpflichtig sind und nach der einschlägigen Gebührenordnung der Gemeinde Dietzhölztal abgerechnet werden.


Der Bürgermeister der Gemeinde Dietzhölztal

als örtliche Ordnungsbehörde

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