Eröffnung der Mehrzweckhalle nach Grundsanierung
370 ältere Bürger besuchten Seniorennachmittag am 28.10. in Rittershausen

Dietzhölztal-Rittershausen (hr/s). Der Stolz über das gelungene Werk war nicht zu überhören: Bürgermeister Stephan Aurand begrüßte am Freitagnachmittag 370 ältere Bürger, die sich zum Seniorennachmittag der Gemeinde Dietzhölztal in der Mehrzweckhalle Rittershausen eingefunden hatten. Er ging auf die 14 Monate Bauzeit ein, die für eine gründliche Neugestaltung der Halle notwendig waren und sagte, dass nur noch einige Kleinigkeiten zu Ende gebracht werden müssten, darunter das Einsetzen der Brandschutztüren. Auch Stühle, Tische und die Küche wurden erneuert, besonders auffällig war der helle Lichteinfall durch die neue Decke. Das Ganze kostete 1,5 Millionen Euro.
Wenn man jedoch sah, wie wohl sich die Senioren und Seniorinnen während der ersten Veranstaltung fühlten, hat sich diese In­vestition gelohnt. Eine offizielle Einweihung wird Anfang des nächsten Jahres erfolgen.
Nach der Begrüßung durch Udo Schramm (Mandeln), dem Moderator der Veranstaltung, führten die Mädchen und Jungen der Klassen drei und vier der Grundschule das Mini-Musical „Die Zau­bergeige“ auf. Die Leitung lag in den Händen von Rektorin Irene Hermann und Lehrerin Sabine Hofmann. In Anlehnung an Orff’sche Instrumente wurde mit viel Selbstgebasteltem musiziert und das Publikum in ein Reich mit König, Prinzessin und Palast entführt, bei dem auch der Kerker nicht fehlen durfte. Hände und Füße wurden zur Verstärkung des Geschehens eingesetzt, aber am Ende gab es wie erwartet ein happy end.
Pastoralreferent Michael Wieczorek baute seine Ansprache auf der Grundlage des Matthäus-Evangeliums auf und begründete, warum Jesus verlangt hätte „Ihr müsst werden wie die Kinder, wenn Ihr in das Reich des Himmels kommen wollt...“. Unter an­derem sagte er, dass es nicht reiche, den Segen Gottes zu erlan­gen, indem man fleißig bete oder die Bibel lese. Nach einem gemeinsamen Gebet stellte sich die Bläsergruppe der Holderbergschule unter der Stabführung von Beate Czymek vor und präsentierte flotte Kompositionen wie „Musikantenmarsch“ und „Gospel hits“. Dann zog schon der Duft frisch gebrühten Kaffees durch den Saal und lud zum gemeinsamen Vespern ein.
Nach erneutem Aufspielen der Holderbergschüler trat Kornelia Klement mit einer besonderen Aktion auf, die sich „Sandmalerei“ nannte. Als die ersten lebenden Bilder auf der Leinwand erschie­nen, verstummte jegliches Raunen und Flüstern - und das blieb so während der ganzen Dauer der Vorführung. Die „Malerin“ stand vor einem Sandkasten und gestaltete dort mit hohem künstlerischem Können eine biblische Geschichte, deren Ablauf sich auf der Leinwand verfolgen ließ. Ute Brinkermann vom Rathaus las dazu den Text, in dem es darum ging, wie Jesus mit seinen Eltern acht Jahre nach Christi von Nazareth nach Jerusalem pilgerte und dort verloren ging, bis man ihn inmitten von hohen Gelehrten fand. Beeindruckend war die Darstellung: In Sekunden- schnelle verwandelten sich Personen in Bäume oder Säulen in eine ganze Häuserzeile. Der Lohn war wohl der anhaltenste Beifall des Nach­mittags.
In die Wirklichkeit zurück versetzte die Trachtengruppe und Spinn­stube aus Breidenbach, die unter der Regie von Waltraud Schnei­der Volkstänze aus verschiedenen Ländern aufführte. Ute Brinkmann brachte als „Else Stratmann“ Humor unter die Leute und auch die Mundart durfte im Programm nicht fehlen.
Einige Gruppen traten nochmals auf, dann erklang es vielmundig im Saal „Wenn alle Brünnlein fließen, so muss man trinken...“ und Udo Schramm sagte „Ade“ mit allen guten Wünschen.
Wer Interesse an der Sandmalerei bekommen hat und einen PC besitzt findet nähere Einzelheiten unter „YouTube: Stichwörter sandpainting conny klement
 
Bilder vom Seniorennachmittag in der MZH Rittershausen am 28.10.2011
       
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Bilder: Rudolf Lang
     

 

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