Am 10. Mai wird Eschenburg zur Mundart-Metropole: Das Festival „MundART… mit Biss!“ wird erstmals eingebunden in den traditionellen Frühjahrsmarkt. Los geht es um 10 Uhr mit einem Mundart-Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Eibelshausen. Auf der Bühne an der Kirche gibt es danach von 11 bis 18 Uhr Live-Musik. In der „Arche“ (das ist der Anbau an die Kirche) und im Regionalmuseum (Marktstraße 1) gibt es Vorträge und Mitmach-Angebote. Wie der Markt steht auch das Mundart-Festival den Besuchern offen ohne Eintritt.
Das Bühnen-Programm an der Kirche starten um 11 Uhr „Dej Eiwelshäuser MundArtiste“ als Lokalmatadoren. Der moselfränkische Weltbürger Manfred Pohlmann ist ab 12:30 Uhr „Onnerweschs“. Hochstimmung vom Niederrhein kehrt nach 14 Uhr mit „Schäng Blasius Flönzrakete“ ein. Comedy und Odelwälder Kokolores versprechen „Bees denäwe“ (15:30 Uhr) und „Die Buwe“ aus der Pfalz läuten um 17 Uhr das Finale ein.
„Hausnamen und Mundart“ ist Titel einer Sonderausstellung im Heimatmuseum (Marktstraße 1), das von 12:30 Uhr an geöffnet ist. Dort gibt es eine Ausstellung zu Hausnamen in Eibelshausen, Eiershausen und Simmersbach, Informationen zur KI-Dialekt-Lernhilfe „Babbelbox“ und die Jubiläums-Ausstellung „Typisch Hessisch – Dialekte als kulturelles Gedächtnis“ zum 150-jährigen Bestehen des „Deutschen Sprachatlas‘“. Der Vortrag von Dr. Brigitte Ganswindt um 14:45 Uhr im Heimatmuseum erläutert „150 Jahre Zukunft“ an dem Marburger Forschungszentrum, das DIE Adresse für Dialektforschung in Deutschland ist.
Eine Mundart-Märchenstunde mit dem „fidele Owerhess“ Jochen Rudolph startet um 11.30 Uhr am Rathaus-Brunnen. Von 13 bis 16 Uhr spielen dort auch „Die Rhöner Säuwäntzt“, die bereits bei den vorherigen Mundart-Festivals in Eschenburg zu begeistern wussten.
Die Gemeinde Eschenburg und der Dialekt-Dachverband „MundART“ haben sich mit der „Mission: Mehr Mundart“ gefunden und verbunden. „Hauptsache: Hessisch“ war im vergangenen Jahr das Motto, als Heimat-Minister Ingmar Jung zu dem Treffen kam. Für die Neuauflage haben sich der Staatssekretär aus dem Mundart-Ministerium, Michael Ruhl, Regierungspräsident Dr. Christoph Ulrich und Dr. Rebecca Neuburger-Hees vom Lahn-Dill-Kreis angesagt.
„Nachdem der 1. Mai im vergangenen Jahr nicht so gut ankam, haben wir uns auf unsere Wurzeln besonnen: Markt hat in Eibelshausen seit 1782 Tradition und für den Frühjahrsmarkt ist der zweite Sonntag im Mai gesetzt und überregional bekannt“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. „Und ‚Ma(a)de‘ ist bereits Mundart“, fügt der Rathaus-Chef hinzu. „Und statt lange darüber zu streiten, ob ‚Made‘ mit einem oder zwei „a“ geschrieben wird oder ein „r“ da stehen muss oder nicht – ist das auch International: MundART & Made in Eschenburg.“
Mit rund 100 Händlern, Ständen und Fahrgeschäften fügen sich Markt und Mundart in Eschenburg zusammen – und der „…Biss!“ wird vielfältiger von A wie Asia-Snack bis Z wie Zuckerwatte. Und von 13 bis 18 Uhr ist am Sonntag „verkaufsoffen“ in ganz Eschenburg.
Info: Mehr dazu unter www.gemeinde-eschenburg.de/made im Internet. Das Festival und das Programm sind über die Seite www.mundart-hessen.de/festival zu finden.